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Empfehlung der Woche

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S. Fischer Verlage 288 Seiten 24,00
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Magisch

von Annika Büsing

„Magisch“ von Annika Büsing erzählt von einer Liebe, die neu entflammt, und von einer Dorfgemeinschaft am Rand des Ruhrgebiets, die ihre eigenen, eigenwilligen Regeln hat. Zwischen beidem liegt ein Familiengeheimnis, das politisch belastet ist und die Geschichte über die rein private Ebene hinausträgt.

Der Roman ist zeitgenössische Prosa, die einen gesellschaftlichen Resonanzraum öffnet: Die Handlung bleibt nah an den Figuren und ihrer Dorfwelt, verhandelt aber zugleich etwas, das über sie hinausweist. Ein Buch für alle, die Romane mögen, in denen private Geschichte und politische Vergangenheit ineinandergreifen.

„Magisch“ erscheint am 29. Juli 2026 im S. Fischer Verlag.

Blessing 384 Seiten 24,00
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Ist doch schön hier

von Miriam Burdelski

Miriam Burdelski erzählt in ihrem Roman „Ist doch schön hier“ von zwei Frauen und zwei Generationen: Liesel begleitet ihre Großmutter Emmi auf eine Reise ins frühere Ostpreußen, dorthin, wo Emmis Leben einmal begann. Aus der gemeinsamen Fahrt wird eine Annäherung an eine Vergangenheit, die lange nicht ausgesprochen wurde.

Im Zentrum stehen Erinnerung, Schuld und die Frage, wie sich zwischen den Generationen etwas klären oder zumindest aushalten lässt. Der Roman nimmt sich Zeit für seine beiden Figuren, für das, was zwischen ihnen ungesagt bleibt, und für das, was am Ende doch zur Sprache kommt.

Ein Buch für alle, die Familiengeschichte mit historischer Tiefe suchen statt schneller Lektüre für zwischendurch – erschienen im Verlag Blessing.

C.H. Beck 300 Seiten 26,00
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Die Träume, die wir hatten. Meine Freundin, Russland, die Ukraine und ich

von Christiane Hoffmann

Christiane Hoffmann ist Journalistin und ausgewiesene Kennerin Osteuropas. In diesem Sachbuch erzählt sie von einer Freundschaft, die in ihren russischen Studienjahren in den späten 1980er Jahren begann – einer Zeit, in der die Hoffnung auf ein demokratisches Russland greifbar schien.

Anhand dieser persönlichen Geschichte zeichnet Hoffmann nach, wie aus dieser Hoffnung im Lauf der Jahre Krieg und schließlich ein Suizid wurden. Das Buch verbindet damit die private Erzählung einer Freundschaft mit einer politisch tiefgründigen Einordnung der Entwicklung Russlands und der Ukraine – kein Buch für die Tagesaktualität, sondern eines, das über den Moment hinaus einordnet.

Erschienen ist der Titel im Verlag C.H. Beck.

Suhrkamp 253 Seiten 24,00
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Michaela Kohlhaas

von Heike Geißler

Heike Geißler holt mit „Michaela Kohlhaas“ einen der bekanntesten Stoffe der deutschen Literatur in die Gegenwart: Kleists Novelle um Michael Kohlhaas, der für sein Recht mit Mord und Brand kämpft, wird bei ihr zur Geschichte einer Friedhofsverwalterin. Statt Gewalt setzt ihre Protagonistin auf andere Mittel: Übertreibung, Sabotage, Auftritt.

Das macht den Roman zu mehr als einer bloßen Aktualisierung. Geißler übersetzt den alten Konflikt um Recht und Widerstand in heutige Verhältnisse, ohne die literarische Substanz der Vorlage zu verlieren – erzählt in einer eigenwilligen, unverkennbaren Sprache.

Wer nach einem Buch sucht, das mehr will als unterhalten, findet hier eine dichte, sprachlich anspruchsvolle Auseinandersetzung mit einem klassischen Stoff. Erschienen im Juli 2026 bei Suhrkamp, jetzt bei uns in der Buchhandlung Zeitlos.

Das digitale Bücherregal

Alle Buchempfehlungen

Penguin Verlag 288 Seiten 24,00
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Kaskaden

von Louise K. Böhm

Debütromane haben es schwer, wenn sie sich nicht sofort in ein bekanntes Genre einordnen lassen. „Kaskaden“ von Louise K. Böhm, erschienen im Juli 2026 im Penguin Verlag, ist so ein Buch: eine Coming-of-Age-Erzählung, die sich Zeit nimmt für das, was zwischen zwei jungen Frauen entsteht, wenn eine Freundschaft prägend genug wird, um das ganze weitere Leben zu berühren.

Im Zentrum steht diese eine intensive Verbindung – und die Fragen, die sie aufwirft. Was bedeutet soziale Herkunft für das eigene Selbstbild? Wie fühlt sich Klassenscham an, wenn sie nicht ausgesprochen wird, aber trotzdem alles mitbestimmt? Und was macht der Wunsch, der eigenen Vorstadt zu entkommen, mit zwei Menschen, die genau diesen Wunsch teilen, aber vielleicht nicht auf dieselbe Weise verfolgen können?

Böhm erzählt das mit psychologischer Tiefe statt mit den schnellen Zuspitzungen, die man aus vielen aktuellen Coming-of-Age-Geschichten kennt. „Kaskaden“ ist damit kein Buch für zwischendurch, sondern eines, das sich Zeit nimmt – und diese Zeit auch von seinen Leser*innen einfordert. Wer literarische Debüts mag, die genau hinsehen, findet hier einen Roman, der lange nachwirkt.

Suhrkamp Verlag 490 Seiten 28,00
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Besser als nie

von Stephan Thome

Vierzehn Jahre nach seinem Debüt „Grenzgang“ kehrt Stephan Thome mit „Besser als nie“ in die fiktive nordhessische Kleinstadt Bergenstadt zurück. Wer den ersten Band kannte oder sich schon immer vorgenommen hatte, ihn zu lesen, bekommt hier die Fortsetzung – ein Wiedersehen mit einem Ort und seinen Menschen, die sich weiterentwickelt haben, während die Provinz um sie herum im Umbruch ist.

Thome erzählt kein Genrebuch mit schnellem Spannungsbogen, sondern ein literarisch verdichtetes Gesellschaftsporträt: die kleinen und großen Verschiebungen im Leben einer Kleinstadt, erzählt mit genauem Blick statt großer Geste. Das macht das Buch zu einer Lektüre für alle, die Romane schätzen, die sich Zeit nehmen und trotzdem etwas über die Gegenwart erzählen.

„Besser als nie“ ist im Suhrkamp Verlag erschienen, Erscheinungstermin ist der 21. Juli 2026.

Pfaueninsel (Bastei Lübbe) 144 Seiten 20,00
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Träume aus Feuer

von Florian Illies

Florian Illies‘ neues Buch „Träume aus Feuer“ ist in den vergangenen Wochen in den Feuilletons breit besprochen worden – ein Sachbuch, das genau in das kuratierte Profil passt, das wir in der Buchhandlung Zeitlos pflegen: Bücher mit Substanz, die über die Bestsellerliste hinaus für Gesprächsstoff sorgen.

Wir haben „Träume aus Feuer“ einen Platz an unserem Lesetisch im Literaturcafé gegeben. Dort stellen wir Titel zusammen, die wir gerade für besonders lesenswert halten und über die sich reden lässt – bei einer Tasse Kaffee, in Ruhe, ohne Eile.

Wer sich für kluge Sachbücher mit literarischem Anspruch interessiert, findet „Träume aus Feuer“ bei uns im Regal und am Lesetisch – zum Reinlesen, Mitnehmen oder für ein Gespräch mit uns über das Buch.

Suhrkamp Verlag 173 Seiten 24,00
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Löwe

von Sonya Walger

Sonya Walger ist als Schauspielerin bekannt – mit „Löwe“ legt sie nun ihr literarisches Debüt vor, ein autobiografischer Roman über ihren Vater. Statt auf den bekannten Namen zu setzen, wählt sie einen literarischen Zugriff: Es geht nicht um Anekdoten aus dem Rampenlicht, sondern um die Rekonstruktion einer exzentrischen Vaterfigur und einer Familiengeschichte, die sich über drei Kontinente erstreckt.

Die Handlung führt zwischen England, Argentinien und Peru hin und her – Stationen, die die Herkunft und den Lebensweg des Vaters prägen und aus denen Walger eine Familiensaga entwickelt. Es ist ein Buch über Herkunft, über die Beziehung zwischen Tochter und Vater und über das Ringen, eine schillernde, schwer fassbare Person literarisch einzufangen.

„Löwe“ ist im Suhrkamp Verlag erschienen. Für alle, die autobiografisches Erzählen und Familiengeschichten mit ungewöhnlichem geografischem Bogen schätzen, ist es ein Titel, den wir gerne in unserem Sortiment führen.

Rowohlt 272 Seiten 24,00
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Weißer Sommer

Vier Jahre sind Alma und Théo zusammen, als ihre Beziehung an einem Punkt ankommt, an dem sich beide eingestehen müssen: Sie lieben sich noch – und trotzdem liegt zwischen ihnen inzwischen mehr in Scherben als heil. Statt sich stillschweigend auseinanderzuleben, fahren die beiden Mitte-Zwanzigjährigen ins Elternhaus von Almas Familie in Frankreich und schwören sich, dort zu bleiben, bis sie wissen, wie es weitergeht: festhalten oder loslassen.

Eva Pramschüfer, Jahrgang 1997 und als Journalistin in München tätig, erzählt in ihrem Debütroman von erster Liebe, von Kunst und von der Frage, was zwei Menschen über Jahre hinweg verbindet – und was sie am Ende doch trennt. Der Roman nimmt sich Zeit für die Zwischentöne einer Beziehung in der Schwebe, ohne sich vorschnell für eine einfache Antwort zu entscheiden.

„Weißer Sommer“ ist am 17. April 2026 bei Rowohlt erschienen und bei uns im Laden erhältlich – für alle, die genau wissen wollen, ob Liebe manchmal einfach nicht reicht.

Berlin Verlag 432 Seiten 26,00
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Mein wahrer Name ist Elisabeth

Adèle Yon erzählt in ihrem literarisch-dokumentarischen Debüt die Geschichte ihrer Urgroßmutter Elisabeth, die Jahrzehnte ihres Lebens in der Psychiatrie verbrachte und dort lobotomisiert wurde. Yon rekonstruiert dieses lange verschwiegene Familienschicksal mit recherchierter Substanz und macht daraus mehr als eine private Spurensuche: ein Stück Gesellschaftsgeschichte, das zeigt, wie mit Frauen umgegangen wurde, die aus dem vorgesehenen Rahmen fielen.

Das Buch verbindet dokumentarische Genauigkeit mit erzählerischer Form, Familiengeschichte und Zeitgeschichte greifen ineinander. Für alle, die sich für Frauenbiografien, die Geschichte der Psychiatrie oder literarisches Erinnern an vergessene Angehörige interessieren, ist „Mein wahrer Name ist Elisabeth“ eine dichte, gut recherchierte Lektüre.

Erschienen im Berlin Verlag, seit dem 3. Juli 2026 im Handel.

Empfehlung der Woche KW 33/2026
dtv Verlagsgesellschaft 352 Seiten 23,00 €
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Solange ein Streichholz brennt

von Christian Huber

Wenn zwei Welten aufeinanderprallen – und sich Liebe dazugesellt…

„Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber ist bisher mein Jahreshighlight 2026: Erschienen ist dieser mitreißende und wirklich gut geschriebene Roman, dem es an einer gewissen gesellschaftlichen Authentizität nicht mangelt, bei dtv ((HC, 352 Seiten).

Bohm, obdachlos seit einigen Jahren, schnitzt Holzmäuse, die er auf Flohmärkten verkauft, um sich über Wasser zu halten, als ihn ein Mädchen auf die „one-Million-Dollar“-Maus anspricht (interessanter Hintergrund!) und ihm ein Hund zuläuft, dem das Mädchen sogleich einen Namen gibt: Fox. Dieser ist nun Bohms ständiger Begleiter und es ist offensichtlich, dass Bohm dies ebenso gut tut wie auch dem Hund.

Alina Alev, eine junge Reporterin und Journalistin, bekommt beim Sender RTI, für den sie Reportagen macht, eine letzte Chance: Sie soll gemeinsam mit Jakob, der sie hierzu ins Boot holt, eine Mischung zwischen Magazin und Talkshow als Projekt entwickeln, das den Titel „Wie schnell entgleitet ein Leben?“ trägt. Alina, deren Eltern sich hochgearbeitet haben in Deutschland, möchte, dass diese auf sie stolz sind und begibt sich auf die Recherche: Unter unzähligen Interview-KandidatInnen ist auch Bohm, der jedoch ihr Angebot (gegen entsprechende Bezahlung) erstmal rundweg ablehnt – wie all‘ die anderen auf der Straße lebenden Menschen auch.

Doch dann geschieht etwas, das Bohm dazu zwingt, Alinas Angebot doch anzunehmen: Fox wird bei einer Massenkeilerei in einer Spelunke schwer verletzt und mit dem Geld könnte Bohm für die Kosten der OP für seinen Hund aufkommen. Und so begleitet man als Leser Bohm und Alina eine Woche an verschiedenen Schauplätzen, an denen Bohm sich auch sonst aufhält (Suppenküche, Neubauten, in denen Bohm und Fox für eine Nacht sicher sind, aber auch der Tierklinik, von wo Bohm den gesundenden Fox wieder abholen kann und auf dem Jahrmarkt; wo es zu einer lustigen Szene kommt). Um dem Hund eine gute Nachsorge nach der überstandenen OP zu sichern, nimmt Alina Fox bei sich auf, als ihre Eltern zum Brunch kommen, was einmal monatlich Usus ist und wo es später zu einer denkwürdigen Begegnung zwischen Bohm und Jakob kommen sollte. Auch nimmt man an einer Konferenz des Senders RTI (eine Persiflage auf RTL??) teil, wo karrieregeile Mitarbeiter auch über (Hunde)leichen gehen würden, damit das geplante Projekt durch die Decke geht und die Einschaltquoten sehr hoch sind: Jakob ist ein gutes Beispiel dafür, der auch darüber hinaus eine dunkle Seite hat, von der Alina nur durch Zufall erfährt – und das Weite sucht.

Der Vorname von Bohm wird erst ziemlich spät genannt; auch der Grund, weshalb ihm (und vor allem was) vor Jahren der Boden unter den Füßen gezogen wurde – und er wegrannte. Besonders der letzte (4.) Teil des Romans ist sehr aufschlussreich und spart nicht mit Sozialkritik, was mir persönlich sehr gefallen hat. Auch die titelgebenden „Streichhölzer“ spielen im Romanverlauf eine durchaus wichtige Rolle – besonders mit Bohm’s Erkenntnis, dass irgendwie „immer das Licht gefehlt hat“.

Der Schreibstil des Autors sagt mir sehr zu: In kurzen, glasklaren und prägnanten Sätzen ist man sehr schnell mit Bohm und Alina sowie der Handlung vertraut und kann sich gut in beide hineinversetzen; in ihr Denken, Fühlen und Handeln. Beide Figuren werden so authentisch dargestellt, dass sie dem realen Leben wie entliehen scheinen; besonders gut ist das (unschöne) Leben von Bohm auf der Straße beschrieben und so hallt dieser Roman lange beim Leser nach: Gibt es nicht für jeden Menschen Katastrophen, die ihn aus der Bahn werfen können? Weshalb geht die Gesellschaft mit Obdachlosen so empathielos um, ohne die Hintergründe zu kennen? Ich für meinen Teil bin froh, dass es Orte und Plätze sowie Personen und soziale Einrichtungen gibt, die diesen Außenseitern der Gesellschaft zumindest nachts ein Dach über dem Kopf anbieten und eine warme Mahlzeit am Tag. Auch die Tatsache, dass bei Alina im näheren Kennenlernen Gefühle der Zuneigung zu Bohm entstehen, ist nicht abwegig: Unter der (zugegeben ungepflegten) Schale steckt ein toller Mensch „mit Gründen“, die zur Obdachlosigkeit führten! In Rückblicken gestattet der Autor nun dem Leser, diese näher zu betrachten.

Fazit:

Ich habe selten einen so erfrischenden, kritischen, unterhaltsamen und wirklich toll geschriebenen Roman mit sehr viel Tiefgang gelesen, der aufzeigt, wie schnell ein Leben haltlos kippen – und auch wieder aufgerichtet werden kann. Durch die Liebe und die Erkenntnis, dass man vor allem davonrennen kann; aber nicht vor sich selbst! Eine absolute Leseempfehlung und Buchtipp von mir mit 5* + sowie einem dankeschön an den Autor und an dtv!

deshalb empfehle ich es absolut! 😀

dtv 240 Seiten 23,00 €
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Alles Liebe

von Ronja von Rönne

Ronja von Rönne legt mit „Alles Liebe“ keinen Roman mit einer einzigen, geradlinigen Handlung vor, sondern mehrere ineinander verwobene Episoden. Sie kreisen um ein Thema, das in vielen Beziehungen eine Rolle spielt, meist unausgesprochen: die Lüge. Wer belügt wen, aus welchem Grund, und was macht das mit denen, die zurückbleiben?

Im Feuilleton wird der Roman kontrovers diskutiert – die Sammelkritik auf Perlentaucher zeigt, wie unterschiedlich Rezensent*innen ihn lesen, von Zustimmung bis Ablehnung. Genau das macht „Alles Liebe“ zu einem Buch, über das sich reden lässt, statt zu einem, das sich in eine Schublade stecken lässt.

Erschienen ist der Roman Anfang Juli 2026 bei dtv. Wer literarisch anspruchsvolle Gegenwartsprosa sucht, die nicht auf schnelle Zustimmung aus ist, kann sich in diesen Episoden festlesen.

Kiepenheuer & Witsch 496 Seiten 25,00 €
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Contrapposto

von Dave Eggers

Dave Eggers legt mit „Contrapposto“ einen Künstlerroman vor: Er erzählt von einem Maler und seiner lebenslangen Muse – einer Beziehung, die sich über ein ganzes Leben zieht und im Zentrum des Buches steht.

Deutschlandfunk Kultur hat den Roman als „altmodisch“ beschrieben – gemeint ist damit ein Buch, das sich Zeit nimmt: handwerklich-langsam erzählt, als bewusster Gegenentwurf zur digitalen Hektik. Ein Buch, das auf Substanz setzt statt auf schnelle Effekte.

„Contrapposto“ ist bei Kiepenheuer & Witsch erschienen, am 9. Juli 2026. Wer nach einem Roman sucht, der sich Zeit lässt und diese Zeit auch von seinen Leserinnen und Lesern einfordert, findet ihn bei uns im Regal.

Empfehlung der Woche KW 32/2026
Rowohlt 176 Seiten 23,00 €
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Memories of Heidelberg

von Heinz Strunk

Heinz Strunk gehört zu den Erzählern, die sich nicht schonen – auch ihre Figuren nicht. In „Memories of Heidelberg“, erschienen bei Rowohlt, schickt er ein Ehepaar auf eine Kurzreise nach Heidelberg, die die Ehe nicht retten wird. Der Kurzroman blickt auf das Scheitern mit einem Humor, der bitterböse und komisch zugleich ist – kein Trost, aber auch keine reine Tragödie.

Das ist Strunks Stärke: genau hinsehen, ohne zu beschönigen, und trotzdem zum Lachen bringen, wo es eigentlich wehtut. Die Zeit hat den Roman besprochen, was zeigt, dass hier ein etablierter deutscher Erzähler mit literarischem Anspruch am Werk ist – kein Buch von der Belletristik-Fließbandproduktion, sondern eines, das sich Zeit für seine Beobachtungen nimmt.

Wer Strunks unbestechlichen Blick auf gescheiterte Beziehungen und deutsche Befindlichkeiten mag, findet in „Memories of Heidelberg“ einen kurzen, aber pointierten Roman – bei uns im Laden zum Durchblättern und Entdecken.

park x ullstein 176 Seiten 22,00 €
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25 letzte Sommer

von Stephan Schäfer

25 letzte Sommer ist so ein Buch, das leiser ist als der Trubel drumherum und gerade deshalb hängen bleibt. Stephan Schäfer erzählt von einem Mann, der mitten im vollen Terminkalender innehält und sich fragt, wie viele Sommer eigentlich noch übrig sind — und was er mit ihnen anfangen will. Kein Ratgeber, sondern eine warme, klare Erzählung über das, was zählt, wenn man aufhört, immer nur zu funktionieren. Über dreißig Wochen stand es auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, und es ist schmal genug, dass Du es an einem ruhigen Nachmittag im Café oder auf dem Balkon durchliest. Ein Titel für alle, die zwischen zwei vollen Jahren kurz durchatmen wollen. Frag uns danach — wir erzählen Dir gern, warum er hier so vielen gefällt.

DuMont 272 Seiten 24,00 €
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Sommerrauschen

von Christiane Adlung

Manche Bücher riechen nach Sommer, und dieses gehört dazu. Christiane Adlung nimmt dich mit in ein altes Familienhaus im Médoc, an die französische Atlantikküste, wo die Bildhauerin Judith jeden August die Wochen ihrer Kindheit wiederfindet – das Meer, die Pinienwälder, die Seen hinter den Dünen. Dann steht plötzlich Natascha vor der Tür, die Freundin von damals, und mit ihr all das, wovor Judith vierzig Jahre lang davongelaufen ist. Adlung erzählt federleicht und trägt dich doch tief hinein: in eine Freundschaft, die zerbrach, in Familiengeheimnisse, in die Frage, was von einem Sommer eigentlich bleibt. Das ist kein Buch, das man nebenbei wegliest – es ist eines, in das man versinkt, mit Sand zwischen den Seiten und einem leisen Kloß im Hals. Wenn du Romane magst, die warm beginnen und dir dann still unter die Haut gehen, dann ist das genau deiner. Ich habe es an einem einzigen Nachmittag verschlungen und hätte am liebsten sofort wieder von vorn angefangen. Komm doch vorbei und lies die ersten Seiten bei einem Milchkaffee im Literaturcafé – und wenn du magst, leg ich es dir gern zurück.

Empfehlung der Woche KW 31/2026
VANI Verlag 320 Seiten 26,00 €
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Au revoir und tschüss

von Gudrun Lochte

Caro verbringt einen Sommer allein in Südfrankreich, im lavendelverhangenen Uzès mit seinen verwinkelten Gassen und dem Markt am Morgen. Sie hat gemerkt, dass ihr bisheriges Leben nicht mehr zu ihr passt – und genau davon erzählt dieser Roman: vom Gehen und Bleiben, vom Abschied und vom Neuanfang, die manchmal zwei Seiten derselben Wahrheit sind. Es ist ein leiser, warmer Sommerroman über die Frage, wie man sich selbst noch einmal begegnet, wenn man glaubt, das Leben sei schon verteilt. Bemerkenswert: Gudrun Lochte hat erst nach ihrem sechzigsten Geburtstag mit dem Schreiben angefangen, und man spürt in jeder Zeile, dass hier jemand weiß, wovon sie erzählt. Wer den Süden liebt und Bücher mag, die man langsam liest, ist hier richtig. Für den Nachmittag im Café bei einem Glas Wein die passende Begleitung.

Empfehlung der Woche KW 29/2026
Goldmann TB 240 Seiten 12,00 €
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Empfohlen von Michelle St.

Secret – Du sollst mich fürchten

von S.T. Abby

Buch innerhalb einem Tag gelesen. Lana ist Serienmörder und lernt einen FBI-Agenten kennen. Mit diesem fängt sie eine Beziehung an. Jedoch ermittelt er in ihrem Fall. Das Buch erzählt aus ihrer Sicht und aus der des FBI-Agenten. Die Frage, welche sich in dem Buch stellt ist, ob diese Beziehung gut geht oder er ihr auf die Schliche kommt. Es macht Spaß mal aus der Sicht der Mörderin zu lesen und gleichzeitig auch wie gewohnt aus der Sicht des Ermittlers. Würde das Buch jedem empfehlen, der Spannung liebt.

dtv Verlagsgesellschaft 448 Seiten 17,00 €
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Empfohlen von Michelle St.

Beth is dead

von Katie Bernet

Bei dem Buch handelt es sich um einen young adult thriller. Direkt am Anfang des Buches wird eine der Schwestern tot aufgefunden. Es kommen verschiedene Personen in Frage. Es ist jedoch für den Leser bis fast zum Schluss nicht klar wer der Mörder ist. Das Buch ist aus der Perspektive der drei übrigen Schwestern geschrieben und wechselt in jedem Kapitel. Zudem gibt es Kapitel, welche *vorher“ und „heute“ spielen. Das Buch ist spannend und für alle Fans von Thrillern geeignet. Das Buch liest sich sehr gut. Ich persönlich habe es innerhalb von drei Tagen gelesen . Ich wollte unbedingt wissen, wer der Mörder ist.

Tropen 320 Seiten 25,00 €
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Empfohlen von Thomas Adebahr

Liefern

von Tomer Gardi

Ich bin inzwischen ungefähr 100 Seiten weit und sprachlich hat mich „Liefern“ bisher nicht ganz überzeugt. Gerade am Anfang liest es sich stellenweise etwas sperrig, fast wie eine nicht besonders runde Übersetzung. Inhaltlich finde ich das Buch aber sehr interessant: Tomer Gardi hat dafür drei Jahre lang in sechs Städten recherchiert und richtet den Blick auf Essenslieferanten, ihre Arbeitsbedingungen und die Menschen hinter einem alltäglichen Service, über den man sonst kaum nachdenkt. Gerade weil mich auch Gardis eigene Vita neugierig gemacht hat, möchte ich unbedingt weiterlesen.

Empfehlung der Woche KW 28/2026
Heyne Verlag 608 Seiten 24,00 €
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Empfohlen von Thomas Adebahr

Deadly ever after

von T.S. Orgel

„Deadly Ever After“ hat mich schon mit seiner Grundidee neugierig gemacht: Schneewittchen ist hier keine hilflose Märchenfigur, sondern eine mächtige und gefährliche Kaiserin. Bekannte Motive werden aufgegriffen, aber deutlich düsterer und völlig neu zusammengesetzt. Das Buch ist etwas für alle, die Fantasy mögen und Spaß daran haben, vertraute Märchenfiguren in ganz anderen Rollen wiederzuentdecken. Besonders schön: T. S. Orgel kommen im Oktober auch zu einer Lesung in die Buchhandlung Zeitlos.

Empfehlung der Woche KW 26/2026
Ullstein 432 Seiten 24,99 €
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Empfohlen von Michael H.

Der arrogante Affe

von Christine Webb

Mich spricht an diesem Buch besonders an, wie es unsere menschliche Überheblichkeit gegenüber anderen Lebewesen hinterfragt. Christine Webb zeigt, wie erstaunlich komplex Tiere, Pflanzen und Pilze sind – verständlich, fundiert und ohne belehrend zu wirken.

Ein Sachbuch, das neugierig macht und den eigenen Blick auf die Natur verändert.

Penguin Verlag 416 Seiten 24,00 €
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Empfohlen von Silvia Thoma

Die Riesinnen

von Hannah Häffner

Diese wunderbare Geschichte über drei starke Frauen, eigensinnig, wild, unangepasst, hat mich sehr berührt und beeindruckt. Von den 60er Jahren bis in die heutige Zeit beschreibt die Autorin mit ihrem besonderen Stil packend, poetisch und humorvoll das Leben von Großmutter, Tochter und Enkelin.
Absolute Empfehlung!

Empfehlung der Woche KW 25/2026
DuMont Buchverlag GmbH 240 Seiten 25,00 €
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Empfohlen von Norbert

Fünf, Sechs, Sieben, Acht

von Ewald Arenz

Ich habe **„Fünf, sechs, sieben, acht“** gelesen, weil ich Ewald Arenz gerne lese, und war schnell in der Geschichte. Anton ist 60, Stepptänzer, stolz auf das, was er kann, und gleichzeitig merkt man ihm an, dass ihn das Älterwerden mehr trifft, als er sich eingestehen möchte.

Besonders hängen geblieben ist mir die Beziehung zu seiner Tochter Emma. Da ist Nähe, aber auch vieles, was unausgesprochen bleibt. Als die beiden nach Irland reisen, geht es nicht nur um eine alte Liebe, sondern auch darum, wie man mit verpassten Möglichkeiten und alten Verletzungen lebt.

Für mich war das ein ruhiger Roman über Familie, Stolz, Älterwerden und die Frage, ob man im Leben wirklich an den richtigen Stellen abgebogen ist. Ich würde ihn Menschen empfehlen, die gerne Geschichten lesen, die nicht laut sein müssen, um etwas auszulösen.

Empfehlung der Woche KW 22/2026
Carl Hanser Verlag 560 Seiten 16,00 €
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Empfohlen von Thomas Adebahr

Ein Gentleman in Moskau

von Amor Towles

„Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles ist ein warmherziges, elegantes und wunderbar erzähltes Buch. Die Geschichte zieht einen schnell in ihren Bann und lebt von einer besonderen Atmosphäre, feinem Humor und einer Hauptfigur, die man nicht so schnell vergisst. Ein Roman zum Eintauchen, Genießen und Weiterempfehlen – ideal für alle, die große Geschichten mit Stil, Herz und Tiefe mögen.

Empfehlung der Woche KW 23/2026
Satyr Verlag 326 Seiten 23,00 €
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Empfohlen von Thomas Adebahr

Wie sind Sie hier reingekommen?

von Tilman Birr

„Wie sind Sie hier reingekommen?“ von Tilman Birr ist ein sehr unterhaltsames Buch mit viel Humor, Tempo und einem feinen Blick für absurde Situationen. Es liest sich leicht, macht Spaß und überrascht immer wieder mit originellen Beobachtungen. Wer gerne kluge, witzige und kurzweilige Literatur liest, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

Empfehlung der Woche KW 24/2026
Penguin Taschenbuch 240 Seiten 15,00 €
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Empfohlen von Thomas Adebahr

Wackelkontakt

von Wolf Haas

„Wackelkontakt“ von Wolf Haas ist ein wunderbar unterhaltsames Buch: lustig, spannend und von Anfang an mitreißend. Die Geschichte entwickelt einen ganz eigenen Sog – man möchte einfach wissen, wie es weitergeht, und legt das Buch nur ungern aus der Hand. Wolf Haas erzählt mit viel Sprachwitz, Tempo und überraschenden Wendungen. Für alle, die kluge, originelle und zugleich sehr gut lesbare Literatur mögen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

Bereit